Morgens über die frisch präparierten Rillen der Skipisten rattern – ein unglaubliches Gefühl. Ganz besonders, wenn sich über Nacht nochmals eine feine Schneedecke über die Piste gelegt hat. Aber an manchen Tagen entstehen schnell Spuren, die Piste ist nach einigen Abfahrten schon verfahren. Wurde hier etwa schlecht präpariert? Wir haben beim Chef der Pistengarage Brandnertal nachgefragt.

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Wieso sind die Pisten manchmal schneller verfahren und hügelig?

Das hat aber nichts mit einer schlechten Pistenpräparierung zu tun! Dieses Phänomen gibt es in allen Skigebieten. Es tritt immer dann auf, wenn es in der Nacht nochmals frisch geschneit hat. Unsere Fahrer präparieren die Piste normalerweise immer nach Skigebietsschluss, denn dann hat die Piste genug Zeit zum „anziehen“.

Was bedeutet, eine Piste muss „anziehen“?

Anziehen bedeutet in diesem Fall, dass die kalten Temperaturen die Pisten festigen. Ca. 8 Stunden Ruhe braucht die Piste, damit sie perfekte Bedingungen bietet. Wenn es in der Nacht aber nochmals schneit, dann müssen wir morgens, vor dem Skibetrieb nochmals präparieren. Die Piste hat dadurch nicht genügend Zeit, um fest zu werden und sie ist weicher als gewohnt. So kann es sein, dass nach einigen Stunden die Pisten deutlich „verfahrener“ aussehen als üblich. Sehr eindrücklich ist das auch im oberen Video zu sehen.

Hoffentlich konnte ich euch das Phänomen einfach & verständlich erklären. Wir geben täglich unser Bestes für euer Pistenvergnügen.
Bis bald im Brandnertal!