Ob zum Après-Ski oder auf eine Portion Käsknöpfle – die Hüttenwirte im Brandnertal versorgen ihre Gäste mit allem was zu einem erfolgreichen Skitag dazugehört. In Teil 1 unserer 3-teiligen Serie erzählen Lore vom Einhorn-Restaurant und Werner vom Melkboden ob sie schon mal eine Runde ausgeben und wann der letzte Gast spätestens die Hütte verlassen muss.

 

Lore vom Einhorn-Restaurant, Bürserberg

Einhorn Restaurant

Photo by Scheidbach Gastro OG

Ob Wirte wirklich Lieblingsgäste haben oder ob wir vor der Wirtin alle gleich sind, kann Lore, Hausherrin im Einhorn im Brandnertal, ganz klar beantworten: Ihre Lieblinge sitzen immer am Tisch 40 – ihre Stammgäste. „Das sind unwahrscheinlich tolle Menschen“, erzählt Lore. „Gute Gäste sind jene, die Geduld haben. Am schönsten ist es, wenn sie die Hütte verlassen und zufrieden und glücklich sind. Da weiß man, dass man seinen Job gut macht“, und erzählt weiter: „Es ist der Umgang mit den Menschen, mit vielen unterschiedlichen Menschen in’s Gespräch zu kommen, was den Job einer Hüttenwirtin ausmacht.“ Ihr Lieblingsort im Brandnertal ist ganz klar die Tschengla 3. „ein tolles Lokal!“. Ihr Lieblingsessen genießt sie aber am Liebsten in ihrem eigenen Lokal „Ich mag es gern gutbürgerlich. Mein Leibgericht ist Kalbleber mit Rösti.“ Auf die Frage was ihr Lieblingsbier ist lacht Lore und sagt „Grüner Veltliner“, „wenn es Bier sein muss, dann Frastanzer, aber Wein ist mir viel lieber.“ Lore verrät uns, dass sie es lieber warm hat – deswegen bevorzugt sie ganz klar die Sommersaison. Auch auf die Frage ob sie lieber Skifahren, wandern oder Mountainbiken geht, lacht sie und sagt „Ich kann mich gar nicht entscheiden – ich mache nämlich gar nichts“ – in ihrem Job ist sie schließlich lange genug auf den Beinen. Und zu guter Letzt bleibt noch die brennende Frage nach der letzten Runde für die Gäste. „Am Liebsten Flying Hirsch!“

Lieblingsgast: Meine Stammgäste von Tisch 40
Exotisch oder gutbürgerlich? Gutbürgerlich
Lieblingsessen: Kalbsleber mit Rösti
Lieblingsbier: Wenn Bier, dann Frastanzer – aber lieber Wein
Winter- oder Sommersaison? Sommer
Lieblingsort im Brandnertal: Tschengla 3
Skifahren, wandern oder Mountainbiken: Weder noch
Letzte Runde: Flexibel, aber am liebsten mit Flying Hirsch

Alpengasthof Melkboden

Photo by Michael Marte

Werner vom Berghof Melkboden
Weiter geht’s zu Werner vom Melkboden. Auf 1600 Metern Seehöhe inmitten der imposanten Bergwelt von Brand befindet sich der rustikale Alpengasthof. „Die besten Gäste sind für mich entspannte Urlauber, die einfach gerne zu uns kommen und die Aussicht und die Gastronomie genießen wollen“, erzählt er. Als Hüttenwirt hat er es natürlich am liebsten gutbürgerlich – und typisch vorarlbergisch. „Nichts geht über Käsknöpfle. Aber auch die nepalesischen Spaghetti sind bei uns der Hit. Beim Bier ist mir am wichtigsten, dass es frisch gezapft und schön kühl ist – dann ist die Sorte nicht so wichtig“, so Werner. „Mit der letzten Runde nimmt’s Werner nicht so streng: „Die schenke ich aus wann es notwendig ist – das kommt ganz auf die Gäste und die Stimmung an“. Nicht nur während der Arbeit hält sich Werner am Liebsten inmitten der Berge auf. Er ist begeisterter Skifahrer, Wanderer und vor Allem Jäger. Auch seinen Lieblingsort im Brandnertal hat er uns verraten: „Hinter der Bar, wenn die Gäste gut drauf sind“, lacht Werner und erzählt weiter: „Ich mag alles an meinem Beruf, es gibt nichts, das mir nicht gefällt. Ein guter Wirt ist schließlich jemand der jeden Tag gerne zur Arbeit kommt. Und ein guter Gast ist jemand der gerne zu mir kommt.“

Lieblingsgast: Entspannte Urlauber die gerne Essen und Aussicht genießen
Exotisch oder gutbürgerlich? Parallel – Kasknöpfle wie auch nepalesische Spaghetti
Lieblingsessen: Käsknöpfle
Lieblingsbier: Hauptsache kalt und frisch gezapft
Winter- oder Sommersaison? Beides
Lieblingsort im Brandnertal: Hinter der Bar im eigenen Lokal
Skifahren, wandern oder Mountainbiken: Skifahren und wandern
Letzte Runde: Kommt auf die Stimmung und die Gäste an

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  • Franzoi Bruno sagt:

    Am Melkboden und in der Palüdhütte bin ich in Regelmäßigen Abständen. Ich schätze die Gemütlichkeit und die unkomplizierte Art, wie man mich als Gast behandelt. Die Qualität der auf der Speisekarte angebotenen Essen, die Portionen und der Preis stimmen. Macht weiter so!

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